Mythos #2: „Es geht nur um Diät und Bewegung – eine OP ist unnötig.“

Ernährung und Bewegung sind immer wichtig. Aber bei vielen Menschen mit schwerer Adipositas reicht das allein nicht aus, weil der Körper nach einem Gewichtsverlust oft biologisch gegensteuert:
Der Hunger steigt, „Food Noise“ nimmt zu, die Sättigung sinkt und der Energieverbrauch fällt. Das Ergebnis ist der klassische Gewichtsrebound, auch Jojo-Effekt genannt.
Und das gilt nicht nur für Diäten, sondern auch für moderne Anti-Adipositas-Medikamente („Abnehmspritzen“). Sie können sehr effektiv sein, doch nach dem Absetzen kommt es bei vielen Patient:innen wieder zu einer relevanten Gewichtszunahme. Adipositas ist häufig eine chronische Erkrankung und chronische Erkrankungen benötigen oft langfristige Strategien.
Darum empfehlen wir bei einem BMI von über 35 (insbesondere bei Vorliegen von Begleiterkrankungen) häufig eine dauerhafte, evidenzbasierte Eskalation: Lifestyle als Basis, ggf. in Kombination mit Medikamenten, und wegen der Nachhaltigkeit oft eine metabolische/bariatrische Operation als wirksamsten langfristigen Ansatz.
Fazit: Es geht nicht um „Willenskraft vs. OP“. Es ist Biologie und langfristige Therapieplanung.
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